Kurzbesuch auf Langeoog 2015

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20151009_103028Der Anlaß war sicherlich nicht der Angenehmste, denn er galt einer Beerdigung. Doch trotz dieses traurigen Ereignisses wurde es eine sehr schöne Reise, denn die Insel Langeoog ist schon eine Reise – auch eine Kurzreise – wert.
Da wir von Rendsburg aus gefahren sind und nicht über die Autobahn fahren wollten, haben wir die Elbfähre von Glückstadt nach Wischhafen genommen.

20151008_114430 Diese Quietsche-Entchen an der Fähre in Glückstadt sind inzwischen zum Markenzeichen geworden und imnmer wieder ein Foto wert.

Und wenn man Glück hat, kann man auf der Überfahrt ganz schön dicke Pötte, wie z. B. diesen Container-Riesen treffen, die aus Fernost oder sonstwo herkommen, um ihre Fracht in Hamburg abzuladen. 20151008_115505

20151008_154114 Die nächste Überfahrt findet dann von Bensersiel auf die Insel Langeoog statt. Da das Wetter noch etwas trübe war, wenn auch nicht mehr so neblig wie auf der Elbeüberfahrt, blieben die meisten Passagiere unter Deck.

20151008_154345 Noch einen letzten Blick auf Bensersiel, bevor wir Abschied vom Festland und den dunklen Regenwolken nehmen.

20151008_160714 Ganz schön schmutzig, wenn die Schraube beim Losfahren den Schlick im Hafen aufwirbelt.

20151008_161445 Was mich immer wieder fasziniert, ist die Wasserbewegung in engen Wasserstraßen oder Kanälen. Obwohl Hannes, ein erfahrener Kapitän und langjähriger Lotse, versuchte, es mir zu erklären, muss ich gestehen, es nicht verstanden zu haben. Erst geht das Wasser sehr schnell zurück – was die Möwen ausnutzen, um an frisches Futter zu kommen – und dann kommt die Heckwelle des Schiffes und erzeugt eine hohe Dünung.

20151008_162928 Und wenn der enge Kanal überwunden worden ist, gehts mit voller Fahrt durchs Wattenmeer.

20151008_162951 Über Land sind noch immer dicke Wolken zu sehen, während auf der Seeseite schon die erstsen Lichtblicke zu sehen sind.20151008_162937

20151008_165036 Am Langeooger Hafen angekommen, wird man nicht nur durch dieses Gebäude begrüßt, sondern die Inselbahn wartet schon, dami sie uns zum Bahnhof bringen kann. 20151008_165142 20151008_165324 Kommt daher der Name „Holzklasse? Schon möglich.

20151008_165551 Erster Eindruck von der Insel: Nicht nur Strand und Dünen, sondern Weiden!

20151009_095057  20151008_171848 20151008_171903 Unser Hotel „Flörke“ und mein Zimmer

20151008_173800Da kommt schon eher ein Inselgefühl auf. 20151008_174422 Das Wahrzeichen von Langeoog: der Wasserturm.

20151008_184807 Mein Abendessen: Sollte Zander mit Gemüsebeilage sein, war aber eher ein Gemüseteller mit Zanderbeilage!

20151009_100320 Das muss wohl ein früherer Bewohner der Insel gewesen sein: Käpt´n Hinkfuß

20151009_101418 Das „Retro Design Hotel“ gehört ebenfalls wie das Hotel „Flörke“ zu den besten Garni Hotels auf der Insel. Nachdem ich mir das Retro-Design Hotel angesehen hatte, begab ich mich auf einen ersten Rundgang, um die Insel zu erkunden.

20151009_102748 Der Herbst zaubert immer wieder herrliche Farben hervor.

20151009_103001 Und hier geht´s runter zum Strand. 20151009_103028 Das bietet offenbar nur Langeoog: Eine breite Sandbank vor dem Strand, die nur bei Ebbe tocknen Fusses zu erreichen ist.

20151009_103730 Der Himmel klart mehr und mehr auf. 20151009_103908 So stelle ich mir Nordseeinseln vor!

20151009_104150Schöner Blick über die bewachsenen Dünen mit dem Wasserturm (Nur die Häuser links oben stören!)

20151009_104345 Und wieder das schöne Farbenspiel des Herbstes.

20151009_104638 Und jetzt noch einmal das Langeooger Wahrzeichen in seiner ganzen Größe

20151009_105257 Doch dann kam der traurige Teil des Inselbesuches: Die Beerdigung von Hannes Cousine in der Inselkirche.

20151009_114405 Während des Gottesdienstes habe ich natürlich keine Fotos gemacht.

20151009_135740 Nach der Beerdigung – die mich immer sehr bewegt, auch wenn es, wie diesmal, keine nahe Verwandte von mir gewesen ist – habe ich einen ausführlichen Spaziergang entlang des Strandes gemacht, wo inzwischen die Ebbe eingetreten war und man auf dem Meeresboden laufen konnte.

20151009_140534 Das liebe ich an den ostfriesischen Inseln: die unendlich breiten und langen Sandstrände! 20151009_140543 Und das Wetter wurde immer besser!

Der Strand ist so flach, dass die Wellen genügend Platz haben, lang auszulaufen. 20151009_140701 20151009_141723Die Kiddies fühlten sich im nur noch ca. 15 ° warmen/kalten Wasser offenbar pudelwohl.

Das Spiel der Wellen fasziniert mich immer wieder ganz besonders: 20151009_141900 20151009_141928 20151009_141944

20151009_142342Ist das nun die Meerjungfrau aus Hans Christian Andersens Märchen „Die kleine Meerjungfrau“. (Links der Kopf und rechts der Fischschwanz.) Hierzu ein Auszug, den ich wieder einmal bei Wikipedia gefunden habe:

Dort bleibt sie bei ihm, aber der Prinz liebt nur das unbekannte Mädchen, das er am Strand sah und für seine Retterin hält. Später stellt sich heraus, dass dieses Mädchen die Prinzessin des Nachbarkönigreichs ist, und der Prinz heiratet sie. Da der erste Sonnenstrahl nach seiner Hochzeitsnacht der kleinen Meerjungfrau den Tod bringen soll, geben ihre Schwestern ihr den Rat, den Prinzen zu töten: Das würde sie wieder in ein Meerwesen verwandeln und retten. Sie bringt es aber nicht fertig, springt ins Wasser und löst sich in Schaum auf. Dabei stirbt sie jedoch nicht, sondern verwandelt sich in einen Luftgeist. Damit hat sie die Möglichkeit, durch gute Handlungen eine unsterbliche Seele zu erlangen und so an dem „ewigen Glück der Menschen“ teilzuhaben.“

Ist doch viel netter, als zu schreiben, dass der Schaum vom Eiweiß der Algen stammt, der  von den Wellen wie Eiweiß vom Hühnerei geschlagen und dadurch zu Schaum wird, oder?

Doch auch andere Kleinigkeiten sind faszinierend anzuschauen: 20151009_142732 20151009_144333 20151009_143005 20151009_142910 20151009_144609 20151009_144743
Der Rückweg durch die Dünen brachte ebenfalls sehr schöne Einblicke in die herbstliche Natur:20151009_145322 20151009_145424 20151009_145636 20151009_145953 20151009_150002 20151009_150010 20151009_150021 20151009_150101 20151009_150239

20151009_150655 Doch nicht nur die Natur bringt herrliche Formen und Farben hervor, sondern auch der eine oder andere Künstler.

20151009_151041 Der ehemalige Seenotkreuzer ist jetzt ein Denkmal.

20151009_151109 Dieser Wegweiser ist schon sehr wichtig, damit man sich a) nicht verläuft und b) man genau weiß, dass man sich hier auf der Insel im Mittelpunkt der Welt befindet!

20151009_154404Auf der Insel kann man auch herrliche Kutschfahrten (neben Fahrradtouren) machen. Wir haben eine zu Rosls ehemaliger „Teestube“ in der Nähe des Hafens gemacht.

20151009_161201 20151009_160122 20151009_161223 20151009_162022 Rosel´s Herzblut hängt immer noch an diesem herrlichen Reetdachhaus und es ist nachvollziehbar, dass das Herz blutet und das Auge feucht wird, wenn man sieht, wie es heute leer steht und langsam aber sicher vor sich hin gammelt. Welche Schande!

 

Wenn man nur 2 Nächte auf der Insel ist, kommt natürlich schnell der Zeitpunkt zum „Auf Wiedersehen“-Sagen. Am Samstag ist auf der Insel allerdingss „Bettenwechsel“ angesagt, so dass nicht nur 3 Züge vom Bahnhof zum Anleger fahren mussten, um alle Abreisenden zum Schiff zu bringen, sondern auch zwei Fähren nötig waren, 20151010_103834 um die Besucher und Urlauber wieder ans Festland nach Bensersiel zu bringen. 20151010_104310 20151010_105935 Wer weiß, wann wir mal wiederkommen?

20151010_110457Der „Dampfer“ nimmt richtig Dampf auf, denn die nächsten Urlauber warten schon an der Mole in Bensersiel. 20151010_111404 Die sind schon auf dem Weg und freuen sich auf einen schönen Urlaub.

20151010_142845 Doch wir hatten ja noch eine weitere Seefahrt vor uns: die erst vor wenigen Monaten wieder in Betrieb genommene Verbindung von Cuxhaven nach Brunsbülttel über die Elbe, die Rosl und Hannes noch von früher kannten und die lange eingestellt war.

20151010_150420Die Elbe zeigte sich von ihrer ruhigen Seite und nur wenige Schiffe begegneten uns. 20151010_160233 20151010_151106 Der Blick zurück nach Cuxhaven bei strahlendem Sonnenschein. 20151010_160012

Von Brunsbüttel brachte uns meine Navi auf dem kürzesten Wege dann wieder nach Rendsburg an den Kanal.

Ihr (diesmal) Triple-Reisender

Jens Diekmann

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