Alt-Heidelberger in Flensburg 2018

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Einmal im Jahr treffen wir uns. Wir, das sind einige aus der Klasse F2 der Hotelfachschule Heidelberg des Jahrgangs 1963/64. Diesmal war Flensburg an der Reihe und Fred und ich hatten die Aufgabe, es zu organisieren. Während ich die Einladungen verschicken und das Hotel aussuchen durfte, wollte Fred das Programm ausbaldowern.

Während wir zunächst den genauen Termin herauszufinden hatten, was sich als gar nicht so einfach erwies, denn dann konnte der oder die nicht, und an anderen Terminen war es dann umgekehrt, aber schließlich legten wir die Zeit vom 28. Juni bis 1. Juli 2018 fest. Das passte für Heino und Christel nicht, denn an diesem Wochenende feierte ihr Sohn seinen 50. Geburtstag in der Eifel, und da konnten sie natürlich nicht fehlen. Familie geht halt vor!

Außer einem attraktiven Programm zu erarbeiten, musste natürlich noch Petrus überzeugt werden, dass er gutes Wetter schicken müsse. Durch meine guten Beziehungen zu Hermes, dem Götterboten, hat der dann Kontakt zu ihm aufgenommen und siehe da: 2 Tage vor dem Treffen ließ er die Sonne kommen und die hielt dann auch durch!

Als ich mich am Donnerstag so gegen Mittag aufmachte, nach Flensburg zu fahren, verabschiedete ich mich noch vom Nord-Ostsee-Kanal, DSC01374 wo gerade ein schönes altes Segelschiff vorbeifuhr, das mich schon mal auf die alten Schiffe im Flensburger Museumshafen vorbereitete.

Natürlich ist es für mich nur ein Katzensprung von Rendsburg nach Flensburg zu fahren, während Dieter und Gerd mit Ihren Gattinnen vom tiefsten Süden Bayerns etwas länger brauchten. DSC01375Doch im Laufe des Nachmittags trafen dann alle pünktlich zur verabredeten Zeit im Hotel „Alte Post“ ein.

Da ich ja viel zu früh da war, machte ich nach dem Einchecken schon mal einen kleinen SpaziergangDSC01376 entlang des Hafens und war überrascht, dass Fred extra für dieses Ereignis noch ein Stadtfest arrangiert hatte: „Flensburg Ahoj“ (wobei er uns später immer wieder versicherte, davon nichts gewusst zu haben, was wir dann auch irgendwann akzeptierten…). Das war das Plakat für dieses neue Event in Flensburg:DSC01417

DSC01378 DSC01379 Ich schlenderte weiter entlang des Hafens DSC01377 DSC01382 DSC01383 DSC01385 DSC01384 bis zum Museumshafen.DSC01386 und der alten Werft, auf der heute alte Schiffe restauriert und sogar nach alten Plänen wieder neu gebaut werden.

Zurück zum Hotel ging ich durch die schöne und quirlige Innenstadt. DSC01387 Diese schöne Gasse war mal dieDSC01389 „Puffstraße“ DSC01388 Flensburgs. DSC01391 Hier hängt der Himmel nicht voller Geigen oder Schinken, sondern alter Schuhe.  DSC01392 Die Lokalzeitung shz hatte 2011 sogar einen Wettbewerb ausgeschrieben, wer die beste Geschichte zu dieser Attraktion schreiben könnte: https://www.shz.de/regionales/schleswig-holstein/panorama/wer-lueftet-das-geheimnis-dieser-schuhe-id1697491.html

DSC01394 Nur wenige Schritte weiter befindet sich die Kirche St. Marien, die ich mir natürlich auch von Innen ansehen wollte.DSC01395 DSC01397DSC01398

Gleich neben der Marienkirche befindet sich DSC01401 der „Schrangen“, ein altes Gebäude aus dem 16. Jahrhundert https://de.wikipedia.org/wiki/Schrangen_(Flensburg) 

 Die „Norderstraße“,DSC01402 die „Große Straße“ DSC01404 und der „Schnoor“ bilden die sehr belebte Fußgängerzone Flensburgs mit sehr vielen schönen und gut restaurierten Gebäuden.

DSC01403 Hier sieht man auch ein schmales Gebäude, das an die alte Tradition als Rum-Hauptstadt Deutschlands erinnert.DSC01405 Und hier werden Öle und andere Delikatessen verkauft.

DSC01406 Zurück im Hotel machte ich noch ein wenige Augenpflege, DSC01409 bevor wir uns dann in der Halle trafen.  DSC01413 Jens trinkt Flens!

DSC01416 Für den Abend hatte Fred für uns einen Tisch in der „Hansens Brauerei“ reserviert.

Auf dem kurzen Weg dorthin kamen wir an einem irischen Pub vorbei, der die Fußball-Weltmeisterschaft übertrug. Der  Wirt hatte Deutschland schon gestrichen, nachdem die Deutsche Mannschaft aus dem Wettbewerb geflogen war:DSC01414

 DSC01418 Die schönen Kupferkessel des Brauhauses.

Hier sitzen wir noch auf den Trockenen: DSC01419Doch hier können wir uns schon zuprosten DSC01421 und uns ein schönes Wochenende wünschen.

Fred hatte ein gemeinsames Essen für uns bestellt. Und so sah es dann aus:DSC01425

DSC01427 Auf dem Heimweg zum Hotel gönnten wir uns noch einen DSC01429 Absacker auf der DSC01434„Seebiene“. DSC01435DSC01431 Die beiden Damen, die als Hausdamen in großen Hotels die Welt gesehen und erobert haben.

Am nächsten Morgen stand eine Stadtführung mit anschließender Rum-Probe auf dem Programm.DSC01436 Vom Hotel gings am Hafen entlang zunächst zumDSC01438 „Kompagnietor“ https://de.wikipedia.org/wiki/Kompagnietor DSC01439

DSC01440 In der Fußgängerzone zeigte uns die Stadtführerin viele der wirklich sehenswerten Innenhöfe, DSC01444die Flensburg so einzigartig machen. DSC01441Hier der mit seinem herrlichen kleinen Brunnen mit den Holzfiguren. https://de.wikipedia.org/wiki/Borgerforeningen

DSC01443 Sie zeigte uns weitere interessante Brunnen DSC01445 und DSC01446das älteste Haus Flensburgs, um das ein riesiges Einkaufszentrum, die „Flensburg Galerie“, gebaut worden ist.

Genau gegenüber steht die St. Nikolai-Kirche,DSC01447 die über sehr schöne Kirchenfenster verfügt und über ein spezielles Bild, das aus dreieckigen Stäbchen besteht, die von zwei Seiten mit unterschiedlichen Jesus-Motiven  bemalt sind

 Hier erläutert unsere Stadtführerin Anne diese interessante Bild:DSC01448

Das Motiv von links  DSC01449  DSC01450 und das von rechts.

DSC01451 Der Altar mit nur einem Motiv, wie man es nur sehr selten findet und DSC01454 die sehr schöne Orgel. Auf diesem Abflußrohr wurde DSC01456 die kleine Kirchenmaus verewigt.

DSC01457 In der Roten Straße gibt es mehrere schöne Innenhöfe, DSC01460 die alle mit gastronomischen Einrichtungen und netten Läden bestückt sind.DSC01462 DSC01463

DSC01458 Manche haben ganz witzige Namen DSC01459 wie dieses Bürstengeschäft.

DSC01464 Und in dieser Weinstube begann 1983 Freds Gastronomie-Karriere in Flensburg, DSC01465 wo er uns zu einem kleinen Umtrunk einlud.DSC01466

 Unsere Stadtführerin Anne zeigte uns dann noch die Figuren, DSC01470 die eine Lücke zwischen einem hässlichen Parkhaus und einem davor errichteten schmalen Gebäude verdeckten, sowie DSC01471 alte Wandbilder in einer Apotheke, bevor sie uns dann wieder zum Hafen führte,DSC01472 wo ein nachgebautes Nydamboot anläßlich des „Flensburg Ahoj“ festgemacht hatte. DSC01473 Dann führte sie uns in die ehemalige Bordell-Straße, die heute aus wunderbar restaurierten hübschen Häuschen besteht, die ich mir ja gestern auch schon angesehen hatte.

DSC01476 Dann zeigte sie uns die vielen Schuhe in der Norderstraße, wobei auch sie nicht sagen konnte, wer die Idee erfunden bzw. wer damit angefangen hatte. DSC01474 Auch konnte sie mir nicht sagen, wer die Idee mit den Katzenbildern hatte, die an manchen Häusern zu finden sind.DSC01475 Da muss halt das Internet helfen: https://www.shz.de/lokales/flensburger-tageblatt/norderstrasse-galerie-der-miezekatzen-id18329896.html

 DSC01477 Immer wieder sieht man schöne Straßendurchblicke und hübsche Häuserzeilen.DSC01478

 DSC01479 In dieser köstlichen Bäckerei ließ sie uns ein wenig verweilen, DSC01480 damit wir uns stärken konnten. DSC01482 (dieser Spruch war wohl hauptsächlich für die Damen angebracht!) 

Anschließend führte sie uns in das älteste DSC01483und das einzige noch verbliebene Rum Haus Flensburgs: DSC01484

DSC01485 Hier übertrieb sie die Präsentation der verschiedenen Rum-Sorten ein wenig, so dass wir das Gefühl hatten, auf einer Verkaufsveranstaltung gelandet zu sein. Daher haben die meisten von uns auch nichts gekauft!DSC01486

Manche wollten sich nach der langen Stadtführung ein wenig ausruhen, doch ich wollte mir erneut die schönen alten Schiffe ansehen.DSC01488 DSC01489 DSC01490 Mit ihr werden wir morgen durch die Flensburger Förde schippern. DSC01491 DSC01492DSC01493 DSC01494 DSC01497

DSC01502 Am Abend hatte Fred zu sich in die „Fischperle“ zu einem wahrhaft köstlichen Mahl geladen. DSC01505DSC01506 Zunächst gab´s eine Flensburger Hafensuppe mit Büsumer Krabben und danach ein DSC01507 Hanseaten-Labskaus mit Spiegelei, Matjesfilet, Bismarckhering, Gewürzgurke und Rote Bete. Wir waren alle des Lobes voll.

Was mich jedoch am allermeisten begeistert hat, waren seine Mitarbeiter/Innen: Sie waren – bis auf eine – alles Menschen mit Migrationshintergrund, die Fred seit einigen Jahren zu sehr guten und engagierten Fachkräften geschult hatte! Wir waren alle sehr begeistert!

 Auf dem Frühstücksbuffet im Hotel sah ich am nächsten Morgen diese nette „Milchbar“.DSC01508

Heute am Sonnabend (in Norddeutschland sagt man nicht Samstag!) stand ein Ausflug nach Dänemark auf dem Programm. Wir fuhren mit zwei Großraum-Taxis zunächst nach Gravenstein, um uns dort die Sommerresidenz der dänischen Königsfamilie anzusehen. Der Taxifahrer konnte das Schloss zuerst nicht finden (ist aber auch schlecht ausgeschildert, wie ich aus eigener Erfahrung weiß), doch dann klappte es doch.

 DSC01510 Gruppenbild (ohne Chronisten)

 DSC01521 Da liegt es in seiner blendend weißen Schönheit DSC01509 direkt am See. https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Gravenstein

DSC01514 Ein zauberhaftes kleines Schmuckstück ist die Schlosskapelle. DSC01515 DSC01516 DSC01517 DSC01518 DSC01520

DSC01522 Ein letzter Blick auf das Schloss mit seinen herrlichen Blumenrabatten.DSC01524

Dann ging die Fahrt weiter über die „Düppeler Schanzen“ und die „Düppeler Mühle“ (wobei ich es schade fand, dass die Taxis nicht einmal angehalten haben, um ein Foto zu machen, daher jetzt ein Link auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCppeler_Schanzen ) nach Sonderburg, wo wir eine kleine Pause einlegten.

 Ich habe nicht nur meine geliebten Rejer (Krabben bzw. Garnelen) gegessen, sondern auch eines der netten Kunstwerke auf der Hafenpromenade fotografiert.DSC01525(Der Butt im Griff, DSC01526 wie die Plakette zeigt).

Danach legten wir einen Stopp DSC01529 in „Annies Kiosk“ ein, der berühmtesten Hot Dog Bude Dänemarks,DSC01530 die direkt am wunderschönen Nordstrand der Flensburger Förde gegenüber den beiden Ochseninseln liegt und wo man immer anstehen muss, so beliebt und bekannt ist sie.DSC01527 Ich machte noch einen kleinen Verdauungs-Spaziergang am Strand. Doch ich verspätete mich etwas (hatte auch niemand verlauten lassen, wann wir weiterfahrn wollten!), was zur Folge hatte, dass danach immer alle fragten (egal wor wir anhielten, um etwas zu besichtigen „Wo ist Jens?“ So bekommt man ein Image geschenkt, das man nicht wieder los wird!)

DSC01535 Das zweite und letzte Schloss des Tages war das Schloss Glücksburg, das wir aus Zeitmangel nicht besichtigt haben, sondern nur einen Fotostopp machen konnten und dabei diese nette Schwanden-Familie bewunderten. Daher muss erneut das Internet helfen: http://www.schloss-gluecksburg.de/

DSC01537 Während die Alte sich um die sechs (!) Kleinen kümmerte, lag der Alte auf dem Rasen und ruhte sich aus! (Wie im echten Menschenleben, oder!?)

DSC01538 Die letzte Etappe dieses wundervollen Ausflugs war die Rückreise von Langballigau nach Flensburg auf der „Alexandra“, einem über 100 Jahre alten Dampfschiff (etwas zur Geschichte auf der Webseite: http://www.dampfer-alexandra.de/geschichte/index.php

Fred hatte für uns den Salon reserviert, DSC01541 DSC01542DSC01543 wo es Kaffee und Kuchen gab. DSC01540 Ich machte derweil einen Rundgang über DSC01544 und unter Deck. 

DSC01545 Abschied von Langballigau.DSC01547

DSC01549 Sieht er nicht aus wie der Käpt`n höchstpersönlich?  DSC01552Und hier unten schlägt das Herz der „Alexandra“.DSC01550DSC01553 

DSC01554 Der echte Kapitän der „Alexandra“ hatte uns ja schon im Salon begrüßt und etwas über das Schiff erzählt. (Während ich an Deck herumspazierte.) Wir durften ihn jedoch auch auf der Brücke besuchen und befragen, DSC01555 wovon die meisten auch guten Gebrauch machten.DSC01556

DSC01559 Nach ca. 1 ¾ Stunden herrlichster Seefahrt kam Flensburg und damit das Ende unseres phantastischen Ausflugs nach Dänemark und der abschließenden Seefahrt in Sicht,DSC01560 wobei man sagen muss, das das Wetter natürlich auch seinen großartigen Teil zu Gelingen des Treffens der alten Heeidelberger beigetragen hat!!!

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Der abschließende  – nicht nur kulinarische – Höhepunkt fand im „Mäders“ statt, wo wir nicht nur von Fred, sondern auch von seiner Frau Monika – die den Laden schmeißt – begrüßt und verwöhnt wurden. DSC01565 Es begann mit einem herrlichen Cocktail direkt am Hafen mit Birnen, Bohnen und Speck als Amuse Gueule und einem DSC01566 wundervollen Abendessen unter dem Motto „Westindien-Flensburg Menu“, von dem ich nur das weiße Rübensüppchen mit Flensburger Räucheraal und DSC01567 das Dorschfilet im Katenschinkenmantel auf Angeliter Schnüsch  (für die, die nicht wissen, was Schnüsch ist, hier eine Erläuterung aus Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Schn%C3%BC%C3%BCsch) gegessen habe. Das Filetmedaillon „St. Croix“ und die Rum-Charlotte passten nicht mehr in meinen Magen… (eigentlich schade, denn da habe ich wohl doch etwas verpasst, wie mir alle sagten…)

DSC01569 Irgendwann – draußen war es immer noch mitsommernachtshell, DSC01568 was die meisten der alten Heidelberger aus dem Süden nicht kannten – verließen wir die gastliche Stätte und schlenderten entlang des Hafens zurück zum Hotel. (St. Petersburg mag ja seine „Weißen Nächte“ haben, doch Flensburgs „Blaue Nächte“ sind bestimmt genauso schön – wenn nicht schöner!)

DSC01571 Am Sonntagmorgen verabschiedeten wir uns von fast allen vor dem Hotel – Gerd und Rosemarie waren schon ziemlich früh abgereist, denn sie wollen ja zum Eröffnungskonzert des „Schleswig-Holstein Musikfestival“ nach Lübeck fahren und wären deswegen beinahe gar nicht nach Flensburg gekommen. Die, die noch nicht abgereist waren, begaben sich dann erneut zu „Mäders“ zum DSC01572 „Abschiedsfrühstück mit Küsschen und Tränen“, wie Fred es im Programm so nett beschrieben hatte.

An dieser Stelle noch einmal ein allerherzlichstes DANKESCHÖN an Fred, der die meiste Arbeit hatte!

Und nun warten wir nur noch, wann unser nächstes Treffen 2019 in Köln stattfindet, wo wir von Maggie nur noch Zeit und Hotel genannt bekommen müssen.

Bis dahin hoffen wir, dass wir alle gesund bleiben und erneut ein wunderbares Wiedersehen haben werden.

Tschüss aus Flensburg!

Euer Jens

 

 

 

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